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Aphorismen und ähnlich Merkwürdiges von KarlHeinz Karius Preiswert philosophisch Jedes Kalenderblatt ist ein Wertpapier,
dessen Kurs wir selbst bestimmen. Nach lautem Streit macht Einsicht leise,
beziehungsweise beziehungsweise. Wenn nichts mehr geht, ist alles gelaufen. Es braucht viel Einsicht für Abkommen,
viel Umsicht für Einkommen.
Aber schon ein wenig Vorsicht verhindert Nachkommen. Leben und Buchstabieren lehren:
Verliert man den Kopf, wird aus Treue schnell Reue. Selbst wenn die Aktie Optimismus in den Keller geht, bleibt sie auch im schlimmsten Fall pari mit der zinssichersten Investition in Pessimismus. Totschlag an der Zeit ist das einzige Gewaltverbrechen mit garantierter Höchststrafe:
Langeweile lebenslänglich ohne Bewährung. Was du in jedem Fitness-Studio fürs Leben lernen kannst:
wie man mit List Last zur Lust macht. Auch für Gourmets gilt:
Du kannst das Leben nicht dekantieren. Erst wenn du eine Meile in den Mokassins eines anderen gegangen bist, wirst du wissen, was Blasen sind. Wenn du völlig den Kopf verloren hast,
reicht es nicht, nur ein offenes Ohr zu finden. Wahrheit, die Mut macht:
Miteinander sind Menschen fähig zu MEHR.
Wahrheit, die Angst macht:
Gegeneinander sind Menschen fähig zu ALLEM. Einer der gravierendsten moralischen Diätfehler
ist Egoissmuss – die Sucht, sich dicke zu machen und
zum Ausgleich den Gürtel anderer enger zu schnallen. Die sicherste Methode, große Laster für immer los zu werden:
Nenne sie in Zukunft kleine Schwächen. Lach dich krumm. Nichts bringt dich schneller ins Lot. Intoleranz ist eine Einbahnstraße,
auf der jedes Entgegenkommen schwer wiegende Folgen hat. Zeit kann man nicht klonen.
Heute ist mehr als das Gestern von morgen
und das Morgen von gestern.
Heute ist ein Unikat.
Vorsicht!
Mit Absicht vermiedene Rücksicht auf die Ansichten anderer mindert in jeder Hinsicht die Aussicht auf eigene Einsicht. "Ein großer Mann und trotzdem bescheiden?"
Ein großer Mann und deshalb bescheiden! Sei mit wenig zufrieden!
Aber sei erst dann zufrieden, wenn du gelernt hast,
diese Forderung an der richtigen Stelle zu betonen. Am meisten gelogen wird unter Wahrzeichen. Vorsicht vor jeder Tür, für die du keinen Schlüssel brauchst. Es könnte eine Falltür sein. Die Wahrheit über einen Menschen erfährst du am schnellsten aus seinen Lügen. Um fähig zu sein, für etwas geradezustehen, muss man auch bereit sein, sich dafür krumm zu legen. Nur Morgen ist niemals vorbei. Ersparen Sie sich den Psychiater.
Jeder erfahrene Spediteur analysiert kostengünstiger
ein mögliches Logistik-Problem Ihrer Beziehungen:
Auf jemanden abzufahren garantiert noch lange nicht, bei ihm anzukommen. Manch ein Denkmal hat nur als Imperativ Existenzberechtigung. Wer sein Glück nur in der Ferne sucht,
ist nie zu Hause, wenn es anklopft. Noch gefährlicher als im richtigen Moment das Falsche zu sagen, ist es, im falschen Moment das Richtige nicht zu verschweigen. Dummheit, verbunden mit Selbstvertrauen,
ist eine gefährlichere Kombination als Nitro und Glycerin. Im Leben läuft es oft wie bei Ikea.
Du verstehst die Gebrauchsanleitung nicht -
und wenn du beinahe fertig bist,
stellst du fest, dass dir von Anfang an
ein paar wichtige Schrauben fehlten. Ein dicker Mensch, der seinem Hund
bei Hitze Schatten spendet,
gewinnt vor Gott jede Schönheitskonkurrenz. Die Macht der Logik hilft Fragen zu beantworten.
Die Logik der Macht liquidiert den Fragesteller.
Schließe also immer sofort Frieden mit der Macht der Logik, aber kapituliere nie vor der Logik der Macht. Über etwas keine Worte zu verlieren, ist praktisch.
Es erspart dir die Mühe, vorher die richtigen zu finden. Bevor du lange grübelst, ob dein Glas gerade halb voll oder halb leer ist: Trink aus der Flasche. Es gibt mehr als genug Möglichkeiten,
sein Leben zu verkürzen.
Nur der Tod ist nicht tot zu kriegen. Es empfiehlt sich, die sinnvolle chronologische Reihenfolge zwischen Sagen, was man denkt, und Denken, was man sagt, exakt zu beachten. Pessimisten stimmt besonders pessimistisch,
dass sich ihr Optimismus in Sachen Pessimismus nicht immer bewahrheitet. Zufall:
Das ungewisse Etwas mit dem gewissem Etwa. Den Intelligenzgrad eines Menschen
erkennst du am leichtesten daran,
wie genau er das sagt, was du denkst. Folge dem Ruf deines Herzens,
aber überhöre auch nicht das Echo deines Verstandes. Die besten Erkenntnisse verdanken wir den schlechtesten Erfahrungen. Liebe, was du findest -
und du wirst finden, was du liebst. Wissen verwandelt Fragen in Antworten.
Weisheit verwandelt Antworten in Fragen. Stars verdienen Verständnis:
wenn einem überall die Welt zu Füßen liegt, ist es fast unmöglich, nicht zu stolpern Ärgere Dich täglich schwarz.
Nichts hilft zuverlässiger gegen graue Haare. Freizeit und Kaviar schmecken
in kleinen Portionen am besten. Vorsicht bei Mädchen, Husten, Heiserkeit:
was man am leichtesten am Hals hat,
wird man am schwersten wieder los. Wem wenig nie genug ist,
dem wird auch genug immer zu wenig sein. Zwischen den Träumen von gestern
und den Erinnerungen von morgen
liegen die Erfahrungen von heute. Grundregel für Karriere-Alpinisten:
Ganz nach oben kommt man nicht mit dem Fallschirm,
sondern nur mit Klettereisen. Grundregel zwischenmenschlicher Navigation:
Wo du nichts verloren hast, hast du nichts zu suchen. Ohne Profil lebt sich's leichter.
Auch als hundertprozentiger Trottel
kann man nie mehr als 50 Prozent an Gesicht verlieren. Problem in der Jugend:
vieles, was du brauchen könntest, kannst du dir noch nicht leisten.
Problem im Alter:
vieles, was du dir leisten könntest, kannst du nicht mehr brauchen. Gott erschuf die Welt aus Kostengründen in Schwarzarbeit.
Dies erklärt, warum wir vergeblich den Garantieschein suchen. Mit beiden Beinen im Leben zu stehen reicht nicht.
Man sollte schon ab und zu eines wenigstens bewegen. Was Kritiker betrifft, so können einem die meisten gleich sein.
Einige sogar egal. Der wahre Optimist testet ein Leben lang die Nützlichkeit von Pessimismus.
Der wahre Pessimist dagegen ist viel zu pessimistisch,
um sich endgültig für Pessimismus zu entscheiden Hundertprozentige Pessimisten gibt es nicht.
In einem Punkt sind alle optimistisch:
Es kann durchaus noch schlechter kommen. Bewährte Methode zur Optimierung der Lebenserwartung:
Glaube nie an Vorfahrt! Kann kann sein sein? Kann sein.
Muss muss sein sein? Muss! Hoffnung im Alter:
In die Jahre kommen, ohne aus den Tagen zu verschwinden. Mancher Stein, den uns das Leben in den Weg legt,
entpuppt sich beim Zupacken als Juwel.
Die wichtigsten Grammatik-Lektionen lernt man nur autodidaktisch:
Leben = Präsens
Schicksal = Konjunktiv
Tod = Imperativ Das Leben ist bedenklich brezelig und selten ofenfrisch.
Nicht jeder kriegt den Knoten auf, meist fehlt es an Butter
und leider kann man sich die Bäckerei nicht aussuchen. Gebete sind nicht zum Feilschen da.
Gott macht Geschenke, aber keine Gegengeschäfte. Wenn alle hinter dir stehen, hat dies einen einzigen Grund:
die Gegend vor dir ist ihnen zu gefährlich. Keine Grund zu Panik:
einem Eisberg, der nur die Spitze zeigt, fehlt Selbstvertrauen Versuche, in der Partitur deines Lebens
die Fermaten selbst zu setzen Um erfolgreich zu sein, reicht es nicht, mit beiden Beinen im Leben zu stehen.
Man sollte schon ab und zu wenigstens eines davon bewegen. Trost aus Pisa:
manchmal wird man erst für etwas bewundert,
wenn es spektakulär schief gegangen ist. Auch die verlogenste Kritik kann nicht so vernichtend sein
wie ein aufrichtiges Lob vom Falschen Je höher die Wellen,
desto wichtiger der Anker Talent im Schweigen
ist mehr wert als Genie im Reden. Um zu sich selbst zu finden,
ist kein Weg zu weit. Wer aus der Haut fährt,
sollte sich vorher wenigstens warm anziehen. Nie ist aufrechte Haltung wichtiger,
als wenn einem das Wasser bis zum Hals steht. Was man von jedem Rindvieh lernen kann:
Egal, was hinter dir liegt –
schau nach vorne und kau weiter! Der kritische Konsument hat's schwer.
Das Leben ist ein Supermarkt mit Monopolstellung,
dem es in allen Abteilungen erkennbar an qualifizierter Beratung mangelt.
Bedauerlicherweise ist bei Nichtgefallen Umtausch ausgeschlossen
und Glück als Wühltisch-Schnäppchen meist sofort vergriffen.
Es fehlt eindeutig an Konkurrenz. Mode richtet.
Her oder hin. Mehr Zeit für dein Leben ist ein Geschenk.
Mehr Leben in deiner Zeit musst du dir verdienen. Auf der Jagd nach dem Glück
gibt es nur eine sichere Beute: den Jäger. Die Verurteilung einer Missbilligung hat gegenüber der Missbilligung einer Verurteilung unter Diplomaten nur so lange größeres Gewicht, bis sie selbst auf der Anklagebank sitzen. Auf einen wirklich grünen Zweig kommt nur,
wer ab und zu bereit ist,
einen sicheren Ast loszulassen. Der Pessimist kann viele Nüsse knacken.
Leider weiß er, dass ihm Nüsse nie schmecken.
Der Optimist kann viele Nüsse nicht knacken.
Zum Glück weiß er, dass ihm Nüsse nie schmecken. Schade, dass das Ende des Anfangs
immer auch der Anfang des Endes ist. Das nützlichste Stipendium wird nicht von Harvard vergeben.
Es gibt keine bessere Erfolgs-Hochschule als eine Niederlage. Tugend macht Appetit auf Sünde.
Sünde hält leichter Diät. Es ist kein gutes Zeichen, wenn Du auf dem Weg zu Deinem Ziel
nicht auf Hindernisse stößst.
Die Gegend könnte aus gutem Grund unbewohnt sein. Das Gefährliche an Landkarten:
Sie zeigen auch zum falschen Ziel den richtigen Weg. Wer vom Wecker träumt,
hat das Prinzip nicht kapiert. Wem es kaum zum Pony reicht,
sollte nie auf hohem Ross sitzen wollen. Gott schütze die Nicht-Wichtigtuer!
Sie haben zum Glück Wichtigeres zu tun, als wichtig zu tun. Der Einfluss von Standort-Kriterien
auf Maximen der Philosophie und Psychologie sollte nicht unterschätzt werden.
So wird die gesicherte Erkenntnis
"Ein halb leeres Glas ist immer auch halb voll"
in bayrischen Biergärten seit eh und je kontrovers diskutiert. Der wahre Optimist zweifelt nicht daran,
auch den Tod gut zu überleben. Wer immer mit Pech rechnet,
hat wenigstens mit dieser Prognose ab und zu garantiert Glück. Bedauere nicht lange, dass du dir kein Segelschiff kaufen kannst,
– Leih dir ein Ruderboot! Was jede Baumschule fürs Leben lehrt:
Versuche nie aus einer Birke eine Eiche zu machen! Wenn sich nicht einige gegen den Strom stellen,
gehen alle den Bach runter. Treibe es in der Jugend ruhig bunt,
aber vergiss nicht, genügend Farbe fürs Alter übrig zu lassen! Man sollte nie die Freiheit missbrauchen, zu machen was man will.
Nur so verdient man sich das Glück, zu wollen was man macht. Arbeit kann Lust, Last oder Laster bedeuten, Medizin oder Gift.
Wähle selbst. Überlasse die Entscheidung nicht dem Zeiger deiner Uhr! Wir sollten uns auf einen überraschenden Rechenfehler gefasst machen:
Wenn das Leben vorbei ist, ist kaum die Hälfte vergangen. Akzeptiere die Schattenseiten des Lebens:
Einer Rose wirfst du auch nicht ihre Dornen vor! In der Jugend wäre es eine Dummheit,
keine Dummheiten zu begehen.
Im Alter erspart es Rückenschmerzen. Jeder Tag ist als Unikat für Sammler wertvoller
als Mona Lisa und die blaue Mauritius im Doppelpack. Folge dem Kompass deines Herzens:
Gehst du dem Glück entgegen,
läufst du dem Pech davon. Wer ständig mit der Vergangenheit oder der Zukunft kokettiert,
darf sich nicht wundern, wenn sich die Gegenwart andersweitig orientiert. Die Diagnose GLÜCK
ist gleichzeitig die beste Therapie. Mach etwas mit halbem Herzen –
und es geht voll daneben! Auf wundersame Weise verwandelt sich die kleine Chance, die du heute nicht nutzst,
in nur einem Tag in die große von gestern, die nie wiederkommt. Herzen werden verschenkt.
Damit entfallen alle handelsüblichen Rücknahme-Garantien. Gut, dass es immer wieder Licht am Ende des Tunnels gibt.
So findet man leichter die Einfahrt zum nächsten. Leben und Anrufbeantworter sind sich sehr ähnlich.
Sie gehen nie auf deine Fragen ein.
Du kannst immer nur hoffen, dass sie dem Richtigen zu Ohren kommen. Ob eine Frage wirklich wichtig ist,
erkennst du daran, dass du sie nicht beantworten kannst. Dass Raritäten so rar sind, versteht man.
Aber warum ist Ratio so rationiert? Erkenntnis auf den zweiten Blick:
Gegenwind macht stark. Rückenwind bequem. Es kann ganz schön schlau sein,
aus Erfahrung nicht klug zu werden.
Neue Fehler besitzen einen weitaus höheren Unterhaltungswert. Warum nagt eigentlich Karies an allem,
nur ausgerechnet nicht am Zahn der Zeit? Sprichwörter sind Volksweisheiten, die auf Erfahrung basieren.
So lässt sich der Wahrheitsgehalt von
„Klappern gehört zum Handwerk“ gerade nach Auto-Inspektionen
immer wieder leicht überprüfen. Schön, wenn man viele Chancen auf einmal hat.
Aber es braucht dann eine gute Brille,
sonst sieht man den Baum vor lauter Wäldern nicht. Auch wenn es so aussehen sollte, als hättest du keine Zukunft,
so ist dies noch lange kein Grund zur Resignation.
Andere haben nicht einmal eine Vergangenheit. Nicht allen Worten, die im Streit gefallen sind,
sollte man wieder auf die Beine helfen. Gute Taten sind das einzige langfristig sichere Spekulationsobjekt.
Sie verzinsen sich immer. Die Wahrheit zeigt sich ungern nackt in der Öffentlichkeit.
Auf keinen Fall im Privatfernsehen – da ist ihr die Konkurrenz zu groß. Man kann Zeit, Kraft und vieles andere verschwenden, Liebe nie.
Deshalb sollte man das Stand-by für diese ökonomischste aller Energie-Ressourcen immer eingeschaltet lassen! Schade:
Das meiste, was man geschenkt bekommt, würde man nie kaufen –
aber fast alles, was man nicht kaufen kann, hätte man gerne geschenkt. Wer Gerechtigkeit erwartet, sollte Juweliergeschäfte meiden.
Schmuck erwidert die Zuneigung gerade von Frauen,
die ihn am dringendsten bräuchten, erschreckend unfair. Die Wahrheit ist weiblich.
Sie beschäftigt die besten Visagisten und man trifft sie selten ohne Make-up. Zusammenfassend kann man sagen:
Man lebt.
Man lebt ab und zu,
Man lebt ab und zu ab und zu.
Man lebt ab.
Der Rest ist kaum erwähnenswert. Was uns der Computer-Alltag lehrt, gilt auch fürs Leben:
Damit es rund läuft, lohnt es, regelmäßig zu defragmentieren. Miteinander lohnt:
Der Pragmatiker braucht den Visionär, sonst hat er keine Zukunft.
Der Visionär braucht den Pragmatiker, sonst hat er keine Gegenwart. Schon ein bisschen Genie erleichtert den Verzicht auf Talente enorm. Wenn man sich verdutzt die Augen reibt,
liegt es oft daran, dass man vorher den Kopf in den Sand steckte. Alt zu sein ist kein Alibi dafür, im Herzen nicht jung zu bleiben. Im Leben geht es zu wie auf der Straße – man verfährt sich leicht.
Seltsamerweise differenziert die deutsche Sprache den damit verbundenen Erkenntnisgewinn nicht exakt.
Ich plädiere deshalb dafür, die generalisierende Definition ERFAHRUNG durch den Begriff VERFAHRUNG zu ergänzen oder zu ersetzen. Dieser Vorschlag beruht auf langjähriger persönlicher Verfahrung. Die Philosophie interpretiert die Welt.
Das Geld regiert sie.
Die Politik dividiert sie. Die überzeugendsten Antworten liefert die Emanzipation in der Talentfrage. Porsche-Fahrer bringen fürs Jenseits Erfahrung mit:
Nach allem, was man hört, sollte man keine großen Koffer mitnehmen. Zu den traditionell besten Gegengeschäften zählt der Tausch Kriegsbeil gegen Friedenspfeife. Gott muss ein Mann sein.
Wäre er eine Frau, hätte er sich mit Adam mehr Mühe gegeben. Auch die Mathematik kann irren.
Wenn bei Zweisamkeit nicht mehr heraus kommt
als Einsamkeit hoch zwei, geht die Rechnung nicht auf. Wie groß ein Problem wirklich ist, zeigt sich, wenn man dafür nicht mehr genug Sand findet, um den Kopf reinzustecken. Eine glückliche Jugend ist das beste Basislager für kommende Bergetappen. Gott ist kein Buchhalter.
In seiner Bilanz eines Lebens zählt auch, was sich nicht rechnet. Erst die schlechte Nachricht:
Manchmal fühlt man sich auf dem absoluten Tiefpunkt.
Jetzt die gute Nachricht:
Jeder Friedhofsbesuch beweist, dass diese Lage-Einschätzung voreilig ist. Man kann täglich aufs Neue feststellen, wie schnell Spiegel altern. Der Kopf entscheidet, wofür man Zeit investiert,
das Herz, wie man sie nutzt. Um überzeugend cool zu wirken,
sollte man sich für bestimmte Konstellationen besonders warm anziehen. Die gute Nachricht im Alter:
Man hat vieles hinter sich.
Die schlechte:
Man hat wenig vor sich. Nicht jedem, dem man in die Arme sinkt,
möchte man auch in die Hände fallen.
Gerade bei ausgeprägt emotionalen Bewegungsabläufen empfiehlt es sich deshalb,
besonders exakt zu differenzieren Zeit ist Geld?
Stimmt nicht, sonst wäre dies der begehrteste aller Bankkredite. Manche Menschen besitzen die Fähigkeit, ihrer Zeit voraus zu sein. Sie sind von vorneherein nachtragend. Vergesslichkeit wird als Triebfeder des Fortschritts oft unterschätzt. Fleiß hat viele Gesichter:
Manche mühen sich.
Manche mühen sich ab.
Manche mühen sich ab und zu. Bei einem Realisten handelt es sich fast immer um einen Pessimisten, dem es an Fantasie mangelt. Der familiäre DNA-Abgleich dokumentiert genetische Auffälligkeiten:
Resignation ist die Tochter der Mutlosigkeit und Mutter der Verzweiflung. Manches Ego beschränkt sich nicht auf One-Night-Stands. Es kommt lebenslang zu Intimitäten. Der Mensch unterscheidet sich vom Affen durch Verstand. Die überzeugende Beweisführung ist allerdings stark Tagesform abhängig. Falls der Wunsch als Vater eines Gedanken anonym bleiben möchte, spricht dies immer gegen sein Verantwortungsbewusstsein, oft aber auch für seinen Instinkt. Gottes Alphabet endet nicht mit Z. Warum es für alte Probleme so selten neue Lösungen gibt: Meist wird nur der gefragt, der gerade gefragt ist.
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